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Unherzlich Willkommen: Ayslsuchende - Ich warte ...

Posted on October 5 2014

Phönix, heute am 05. Oktober 2014, Frage: "Sind Asylsuchende erwünscht?" Darin waren sich alle einig: Teils teils. Und als dann ein Politiker zitiert wurde, der gemeint haben soll, das Boot sei voll, wurde Empörung laut. Und Altkanzler Schmidt's mahnende Worte von Kulturen, die da aufeinander prallen, wurden erst gar nicht diskutiert.

Aber wie sieht es aus mit unserer Gastfreundschaft, unserer Hilfsbereitschaft? Wie sieht es aus mit den Taten, die wohlfeilen Politikerworten und solchen von bekannten öffentlichen Personen folgen sollten?

Ich wartete auf den Anrufer nach der Journalistenrunde, der berichtet: "Ich habe mein Kinderzimmer geräumt - die sind längst aus dem Haus - und dort wohnt jetzt ein asylsuchendes Ehepaar mit zwei Kindern."

Ich warte auf unseren permanent von Freiheit schwadronierenden Bundespräsidenten, der verkündet: "Ich habe einige Zimmer in meinem Amtssitz Schloss Bellevue in Berlin geräumt und dort sind Flüchtlinge untergebracht. Ach ja, und mein zweiter Dienstsitz in Bonn, die Villa Hammerschmidt, ist jetzt Unterkunft etlicher Flüchtlingsfamilien aus Syrien."

Ich warte darauf, dass vor dem Bundeskanzleramt auf der großen Wiese ein riesiger Spielplatz für asylsuchende Kinder eingerichtet wird.

Ich warte auf Aktivitäten der Grünen dahingehend, dass sie dazu aufrufen, unter den Parteimitgliedern Wohnungen zu finden, nach dem Motto: Jedes Mitglied organisiert eine Unterkunft.

Ich warte auf die Häuslebauer und -besitzer unter den Bundestags- und Landtagsabgeordeten, die ihre Einliegerwohnungen zur Bekämpfung des Elends hilfesuchender Menschen bereitstellen.

Ich warte auf die Einsätze der scheinbar Heiligen, der Scheinheiligen und der Scheinfrommen und darauf, dass sie in ihren Pfarrhäusern Zimmer einrichten. Dass sie getreu den biblischen Anweisungen ihren "Zehnten" abdrücken und die Gemeindemitglieder auffordern, ihrem Beispiel zu folgen.

Ich warte auf den Tag, an dem damit begonnen wird, leere Kirchen und fürstliche Bischofsresidenzen für hungernde und verfolgte Menschen aller Religionen und Hautfarben umzubauen.

Ich warte auf Taten! Wer nicht vom Redner zum Täter wird, ist ein Schwätzer.

Comment on this post

Trevor Splint 10/06/2014 11:53

Haben Sie Herr Jacob ein Zimmer für Asylbewerber bereitgestellt?

Helmut jacob 10/06/2014 13:52

Nein, aber ich spiele auch nicht den Moralapostel, der von anderen Menschen einfordert, was er selbst nicht leisten kann. Mir ist bewusst, dass wir die Welt nicht retten können, sondern nnur im Rahmen der Möglichkeiten helfen können. Und da steht Deutschland ganz oben an der Spitze und wird von den meisten anderen EU-Kollegen im Stich gelassen.