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„Mein Leben geht euch einen Dreck an!“ – Diskussion über Sterbehilfe im Bundestag

Posted on November 14 2014

Heute, am 13. November 2014, wurde im Bundestag das Thema „Sterbehilfe“ behandelt. Ich habe mir das Geschwafel nicht angetan, warum auch? Die Nachrichten darüber reichten mir bereits. Was bilden sich diese „Volksvertreter“ überhaupt ein? Einige werden „subventioniert“, andere von Lobbyisten für jeden sichtbar an der Leine durch die Manege geführt und dritte lesen während solcher Debatten die Blödzeitung.

Ist es nicht schon schlimm genug, dass die Menschen nicht darüber entscheiden durften, ob sie überhaupt geboren werden wollen? Denn in welche Welt wachsen sie hinein? Bei der Überlegung zu dieser Frage beschränke ich mich auf unsere Bananenrepublik.

Die Neugeburten wachsen in einer kinderfeindlichen Welt auf. Immer mehr Spielplätze werden umgelagert oder ausgelagert oder geschlossen, weil das Geld fehlt oder jene, die selbst einmal Kinder waren, Kindergeschrei nicht ertragen können. Ich selbst konnte in Hagen vor der Haustür im Dreck spielen. Ich weiß noch heute, wie Katzenkot schmeckt; aber das hat meinem Immunsystem gut getan. Die Krankheit Grippe kenne ich nur von anderen. Heute rasen Autos teils rücksichtslos durch die Straßen und lassen das Spielen von Kindern nicht zu.

Wasser, Luft, Boden, ja, die Umwelt überhaupt ist kaputt. Reparaturversuche geschehen nur halbherzig und eigentlich steht die Uhr nicht mehr auf 5 vor 12, sondern schon auf 5 nach 12.

Von wem werden diese Kinder eines Tages regiert? Wir hatten Bundeskanzler, die sich schmieren ließen, Bundespräsidenten, die einfach nur blöd waren, und solche Volksvertreter, denen das Wohl der Bürger am Arsch vorbei geht. Schon während ihrer Amtszeit klüngeln sie Posten in Aufsichtsräten irgendwelcher Firmen aus, die ihre Arbeiter ausbeuten und ihren Reichtum zum Teil ins Ausland schaffen. Da saßen und sitzen sicher auch heute noch Abgeordnete, die sich ihre akademischen Titel zusammenkopiert und geistiges Eigentum anderer geklaut haben. Pädophile und Triebtäter, Ehebrecher und Hochstapler; auch von solchen Leuten werden wir regiert. Wie viele anständige Politiker sitzen im Bundestag?

Die Chance, dass dem Kleinkind bereits der Sozialhilfebescheid mit in die Wiege gelegt wird, ist nicht gering und wie viele Kinder werden in sozial schwache Familien mit überforderten Eltern hineingeboren?

Was erwartet sie im Alter? Sind sie korrupt genug und verstehen, die Ellbogen zum Nachteil ihrer Mitmenschen zu missbrauchen, werden sie sich Polster zulegen, die ihnen ein Leben in Würde ermöglichen. Auch Politiker von Bund und Ländern werden kaum befürchten müssen, eines Tages in Endlagern für Kranke, Behinderte oder Alte zu verschwinden und dort auf den Tod durch Langeweile warten zu müssen. Die haben längst ihre Schäfchen ins Trockene gebracht.

Und diese Luschen diskutieren darüber, ob und in welchem Rahmen Sterbehilfe erlaubt werden soll oder nicht? Welch eine Frechheit! Haben die sich mal 14 Tage, aber anonym, in ein Pflegeheimbett gelegt? Wissen die, unter welchen Qualen manche Kranken verrecken? Wer am Sterbebett einer krebsverseuchten Frau lag - die sich so vor Schmerzen so krümmte, dass die Krankenschwester zusammengefaltet und aufgefordert werden musste, endlich Morphium auszugeben - und 14 Stunden später erfuhr, dass diese Frau endlich eingeschlafen ist, der weiß, wie wichtig es ist, über sein Leben selbst entscheiden zu dürfen. Mein Leben gehört mir“, sollte die Devise sein. Und das heißt im Umkehrschluss: Mein Leben geht euch einen Dreck an.

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