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Bremen will Bestattungsgesetz ändern – Asche soll im Garten verstreut werden dürfen

Posted on December 3 2014

Bravo! Da kündigt sich ein Gesetz an, das der Ausbeutung von Verwandten Verstorbener endlich einen Riegel vorschiebt. Die Gebühren für die Bestattung stiegen stetig an. Heute kostet ein Grab zwischen 1 und 3 tausend Euro für 25 Jahre Ruhe. Beispiel:
http://www.friedhof-wengern.de/satzungen/gebuehrensatzung/
Wer Enkel und Urenkel hat, die den Großvater auch nach Jahrzehnten noch besuchen wollen, hat Pech gehabt. Nach 25 Jahren kommt die Walze; es sei denn, man legt rechtzeitig nach und da kommen noch einmal einige Scheinchen zusammen. Die Kommunen, aber auch die Kirchen, haben bisher kräftig zugelangt. Damit soll jetzt Schluß sein.
Durch die Hintertür ist es eh schon möglich, dieser Abzocke ein Ende zu bereiten. Man lässt sich über die niederländische Grenze karren und dort verbrennen. Danach hat die Verwandtschaft freie Wahl: Ausstreuung der Asche vor Ort, Zusendung der Urne oder Abholung nach vier Wochen. Und schon kann man seinen Liebsten im eigenen Garten oder im Wald vergraben, denn es gibt Urnen, die sich mit der Zeit in Wohlgefallen auflösen.
„Nach der Einäscherung - In den Niederlanden bleibt die Asche des Verstorbenen nach der Einäscherung für die Dauer eines Monats im Krematorium. Danach können Sie die Asche abholen und eventuell eine Gedenkfeier organisieren. Selbstverständlich können Sie in dem Moment auch bestimmen, was mit der Asche geschehen soll. Besprechen Sie Ihre Wünsche ruhig mit den Mitarbeitern des Krematoriums Ihrer Wahl, dann können sie mit Ihnen mitdenken.“
http://www.feuerbestattungniederlanden.de/feuerbestattung
Sprechen wir die Abzocke der Kirchen an. Jahrzehntelang haben Oma und Opa ihre Kirchensteuern brav entrichtet, damit auch den Friedhof und das Brot des Pfarrers finanziert, immer wieder dazu beigetragen, dass der Klingelbeutel sonntags und zu anderen Anlässen gefüllt war. Und jetzt sollen sie noch einmal Geld berappen, um bei denen, die sie Jahrzehnte finanziert haben, würdig bestattet zu werden. Schämen sich die Kirchenvertreter überhaupt nicht? Aber das ist bekannt: Schon immer haben sie an vorderster Front gestanden, wenn es darum ging, finanziell auszubeuten. Die Heimkinder mussten Drecksarbeiten erledigen und wurden teils ins Moor geprügelt. Das von den Malochern verdiente Geld wurde ihnen zum Unterhalt dieser unsäglichen Brutstätten des Verbrechens gestohlen, damit die Kirchen ihren Ruhm und Einfluß mehren konnten. Zusätzlich haben sie den Heimbewohnern die geringen Taschengelder der staatlichen und kommunalen Kostenträgern gestohlen und ihnen zum Dank Schweinefraß vorgesetzt. So haben sie Milliarden-Beträge zusammengeklaut und sind heute moralisch dermaßen verkommen, dass sie ihren Opfern nicht mal ein Schmerzensgeld zahlen. Und die meisten Talarträger kriegen zu diesem Unrecht ihre Klappe nicht auf und hauen mit ihrer Feigheit ihrem obersten Chef Jesus Christus rechts und links ins Gesicht. Mir sind nur ein Pfarrer und wenige Diakone untergekommen, die dieses Unrecht anprangern; öffentlich anprangern und nicht verstohlen hinter der Hand.
Die Kommunen und Länder sind nicht besser: Jeder Bürger zahlt Steuern. Auch Rentner, Heimbewohner, psychisch Erkrankte; all die, über die hochnäsig gelästert wird: "Die zahlen ja keine Steuern." Und ganz widerliche Typen treten noch nach: „Das sind Schmarotzer der Gesellschaft!“ Das ist völliger Quatsch! Auf den Waren liegen bereits 19% Mehrwertsteuern, auf Lebensmitteln 7%. Jeder Liter Benzin wird mit über 50% besteuert (http://www.n-tv.de/ratgeber/So-setzt-sich-der-Benzinpreis-zusammen-article7017331.html), auch Zigaretten sind nicht steuerfrei zu haben und das Schnäpschen zum Absorbieren dieses bescheidenen Lebens ebenso wenig. Also ist es nicht nachzuvollziehen, dass die Verwandten oder die Verstorbenen durch jahrelanges Ansparen von Beerdigungsgeldern noch einmal gemolken werden. Nicht einmal der letzte Ruheplatz eines Menschen voller bisheriger Abgaben ist kostenlos. Auch hier zeigt sich die wahre Einstellung derer, die doch von ihren Bürgern letztendlich gewählt wurden. Dieses Stimmviech geht ihnen am "Auspuff" vorbei.
Ich hoffe, dass Bremens Gesetzentwurf durchkommt, ansonsten: Holland liegt vor unserer Tür!
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