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Das Jesulein, die Maria, der Joseph und ganz viele Vollpfosten in Worms

Posted on December 17 2014

Wo holt er sich all die interessanten Informationen her? Anscheinend liest er sehr viel. Aber hat er überhaupt Zeit dazu? Nebenbei betreibt er eine Praxis, steht sicher auch noch ab und zu „in der Bütt“. So nannte mein Freund Diakon B. gelegentliche Auftritte auf der Kanzel. Oder er hat sehr gute Informanten. Seine Themen sind interessant. Zunächst sind da die „Heimis“, die auf seiner fast täglichen Agenda stehen. Als er sah, wie diese ehemaligen Heimkinder am „Runden Tisch Heimerziehung“ unter der Ex-Pastorin nach Stich und Faden über den Tisch gezogen wurden – man muss schon ordinär schreiben: regelrecht beschissen wurden – stellte er sich auf die Seite der Belogenen und Betrogenen. Den Kinderrechten hat er sich auch verpflichtet und dafür sogar eine Auszeichnung bekommen. Er prangert Beschneidung generell und solche durch die Hintertür in unserem Land ebenso an. Er ist gegen jegliche Gewalt an Kindern, nämlich den Wehr- und Hilflosesten der Gesellschaft. Er liegt seit Jahren mit seiner Kirche über Kreuz und scheut sich nicht, sie mit kritischen Briefen (wahrscheinlich) zu nerven. Er ist Stachel im Fleisch seiner Kirche geworden und wahrscheinlich nicht mehr sehr beliebt bei den Kirchenfürsten. Trotzdem: „Wäre die Welt ohne Religion ein besserer Ort?“ Auch das fragt er. Und einen Blogeintrag davor triumphiert er – so lese ich es zumindest zwischen den Zeilen: „Noch schlägt der WEIHNACHTSmarkt den WINTERmarkt“.
Leser meines Blogs und unserer großen Homepage der „Freien Arbeitsgruppe JHH 2006“ wissen es schon längst. Hier schreibe ich über Dierk Schäfer, pensionierter Pfarrer und Unruheständler aus Bad Boll. Soeben erreichte mich ein weiterer Beitrag per automatischer E-Mail seines Blogbetreibers: „Da hat noch jemand Weihnachten kapiert“.
https://dierkschaefer.wordpress.com/2014/12/17/da-hat-noch-jemand-weihnachten-kapiert/
Ich stelle den Beitrag nicht komplett ein. Ein kleiner Mausklick über diese Zeile führt zum Ziel. Aber in kurzen Sätzen geht es um folgendes: „Worms, die Stadt mit dem Dom im Logo also, die wörtlich aber lieber als Nibelungenstadt firmiert, hat ein Krippenspiel auf dem Weihnachtsmarkt verboten und das Landgericht Mainz bestätigt das Verbot.“
Beißt das kleine Jesulein? Verprügelt Joseph Asylsuchende und ausländische Mitbürger? Betreibt Maria antisemitische Hetze? So frage ich mich verwundert angesichts der Tatsache, dass auf einem Markt, der bewußt als WEIHNACHTSmarkt deklariert ist, das Krippenspiel einer Kirchengemeinde verboten ist?
Würde ich meinem Freund Erwin diese Story erzählen, hörte ich ihn jetzt schon schimpfen: Welche Vollpfosten im Rathaus verbieten denn solche Spielchen und welche Flachpfeife im Gerichtssaal unterstützt noch diesen Quatsch? Ich erzähle es Erwin nicht, sonst hätte er bestimmt bald zwei Klagen an der Backe. Aber den WEIHNACHTSmarkt-Besuchern, denen dieses Krippenspiel quer in der Birne liegt, rufe ich zu: Euch hat man ganz gewaltig ins Gehirn gerülpst!

http://www.worms.de/de/aktuelles/_meldungen-startseite/worms-im-advent.php

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