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Dierk Schaefers Blog Seit 5 Jahren überfällig: Die Frage der ehemaligen Heimkinder mit Behinderung

Posted on February 21 2015

»Als Betroffener und Pressesprecher der AG JHH [Arbeitsgemeinschaft Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein] bin ich sehr dankbar für die Rezension, weil sie unter Anderem auch das zum Ausdruck bringt, was von den Betroffenen in der Arbeitsgruppe empfunden wird und auch für ihre Zukunft befürchtet und dazu aufruft, was sich die Arbeitsgruppe JHH erhofft.
Auf dem Hintergrund dieses Buchinhaltes wirkt es besonders diskriminierend und diskreditierend, daß ehemalige behinderte misshandelte Kinder in der heutigen öffentlichen Diskussion weder in der politischen noch kirchenverbandlichen einbezogen werden. Diakonisches Werk, Evangelische Kirche Deutschland aber auch die Politiker/innen im Bund und Ländern beziehen diesen Personenkreis in ihre Überlegungen zur Rechtsfolgen und Entschädigungsgedanken nicht mit ein. Behinderte misshandelte ehemalige Kinder sind wieder die Benachteiligten, bei deren Problemlösung scheinbar auf die natürliche Lösung des Ablebens gesetzt wird«.[1]
[1] klaus dickneite said, on 22. März 2010 at 09:51 : https://dierkschaefer.wordpress.com/2010/03/21/im-herzen-der-finsternis/

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Uwe Werner 02/22/2015 10:10

Zu diesem Thema habe ich vor wenigen Wochen, alle Ministerpräsidenten incl. die Ministerpräsidentenkonferenz, in einem offen Brief angeschrieben und auch bemängelt, dass diese Diskussion, ohne Einbeziehung ehemaliger Heimkinder aus Behinderteneinrichtungen, geführt wird. In Mönchengladbach haben wir eine Arbeitsgruppe, mit 25 ehemaligen Heimkindern aus Hephata und dem St. Josefshaus gegründet. Alle haben jetzt als erstes über einen Anwalt, ihre Heimakten angefordert. Ich wäre für weitere Ratschläge und Ideen, bzgl. einer sachlichen und fachlichen Vorgehensweise sehr dankbar. Manches übersteigt einfach die Mittel und Möglichkeiten, um auch gegen den "2. Heimerziehungsfond" , sachlich vorgehen zu müssen. Es ist diesmal umso schlimmer, weil wir hier auf viele ehemalige Heimkinder stossen, mit einer traumatisch bedingten geistigen Behinderung.
Leider erfahren die meisten, obwohl dringender nötig, keine Unterstützung von EX-Heimkinder-Vereine-Verbände-Beiräte! Wenn nachgewiesen werden kann, das EX-Heimkinder zuvor in einem Heim der Jugendhilfe untergebracht waren, besteht durchaus die Möglichkeit, das sie für den 1. Heimerziehungsfond in Betracht kommen. Doch dafür bedarf es der Heimakten, welche von vielen Heimen gar nicht, oder nur unter anwaltlicher Aufforderung, herausgegeben werden. Oftmals dennoch unvollständig!!! Dies wiederum ist ein Mehraufwand, da für den Anwalt beim Amtsgericht ein Beraterschein, oder ein PKH-Antrag angefordert werden muss. Denn viele EX-Heimkinder leben vom Existenzminimum. Hier würde ich gerne ansetzen und wäre für jede Hilfe und Ratswchläge unendlich dankbar. Liebe Grüsse, Uwe Werner