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Herr Präsident, bringen Sie Licht ins Dunkeldeutschland …

Posted on September 2 2015

… und stellen Sie die Villa Hammerschmidt für Asylsuchende zur Verfügung.

Sie werden es sich sicher auch schon eingestanden haben: Der Begriff von „Dunkeldeutschland“ war reichlich einfältig gewählt. Sie meinen eine Gruppe von Fremden-Hassern, die zahlenmäßig eher im Promillebereich anzusiedeln ist. Mit ihrer Wortschöpfung fühlen sich alle Wohlmeinenden Gastgeber von Asylsuchenden verletzt.

Nun zu meinem Thema:
In den 70er Jahren - war es 1976 oder 1977 – war ich mit einer Gruppe behinderter und nichtbehinderter Menschen aus Volmarstein bei einem Ihrer Vorgänger, Walter Scheel, zu Besuch. Die Begegnung war nicht steif und förmlich und fand im Freien auf der Terrasse der Villa Hammerschmidt statt. Auch die unteren Räumlichkeiten sind mir teilweise bekannt geworden.

Die Villa Hammerschmidt in Bonn ist nun auch Ihr zweiter Amtssitz. Angesichts der vielen Geschundenen und Verfolgten, beispielsweise aus Syrien, stellt sich mir die Frage:
Brauchen Sie diese zweite Anlaufstelle wirklich dringend? Und angesichts der Not und des Elends, welche mit der derzeitigen, teilweise unmenschlichen Unterbringung verbunden ist, läge es doch quasi auf der Hand, wenn Sie, Herr Präsident, Zeichen setzend vorangingen!

Indem Sie anordnen würden: In der Villa Hammerschmidt und in den Nebengebäuden werden Asylsuchende menschenwürdig untergebracht. Ihr zweiter Amtssitz wird eh polizeilich überwacht und so genießen auch Ihre neuen Gäste in Ihrem zweiten Amtssitz Schutz.

Ihr Beispiel könnte andere Politiker ermutigen, ebenso ihre zweiten Amtssitze zu räumen und der Bundeskanzlerin stände es gut an, wenn auf der großen Wiese vor dem Bundeskanzleramt eine Containersiedlung eingerichtet würde. Indem Sie und andere „hohe Tiere“ immer mal wieder bei ihren Gästen vorbeischauten, würden Sie Mut in der Bevölkerung verbreiten, eigene Aktionen anzustoßen und umzusetzen.

Mit beispielhaftem Vorangehen wird denjenigen der Wind aus den Segeln genommen, die meinen, sie halten nur Sonntagsreden.

Herr Präsident, ich bitte Sie: Werden Sie Licht in der Finsternis!

Jesaja 58, 10:
„... und wirst den Hungrigen lassen finden dein Herz und die elende Seele sättigen:
so wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag; ..
.“

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