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Die Diakonie und ihre Heime: Nichts aus der Vergangenheit gelernt

Posted on March 25 2016

Irgendwo im Ennepe-Ruhr-Kreis befindet sich ein Altenheim. Meist werden solche Häuser als „Senioren-Residenz“ angepriesen. Schon der Begriff oder ähnliche klingen nach Unterkünften für alte Menschen, in denen sie sich wohlfühlen und die meisten Internetpräsenzen vermitteln das Gefühl: Hier wird man als Mensch umsorgt, liebevoll gepflegt und mit warmen Händen an der Seite in den Tod begleitet. Oft wird auch „Betreutes Wohnen“ angeboten, die Hilfe im Notfall per Klingel anbieten. Egal, um welche Angebotsform es sich auch handelt: Sind die Kirchen, also Diakonie oder Caritas in der Trägerschaft des Heimes, stehen diese Wünsche der Heimbewohner an oberster Priorität. Ich muss mich wiederholen: Wohlfühlatmosphäre, erstklassige Pflege, Verabschiedung in den Tod.
Im vorliegendem Fall wird unter anderem „Betreutes Wohnen“ angeboten. Der Internetauftritt verspricht großartiges: Regelmäßige Veranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten, behindertengerechte Wohnungen, Hilfe auf Knopfdruck. Die HP verspricht beste Lage, Organisation von Terminen bei den Ärzten, dem Friseur, der Fußpflege etc. Da fühlt man sich aufgehoben.
Was ich allerdings gestern von einem Whistleblower (https://de.wikipedia.org/wiki/Whistleblower) erfuhr, führt die Versprechen ad absurdum und befördert den Internetauftritt ins Reich der Fantasie. Der Mitarbeiter erzählt: Hoher Personalwechsel wegen ständiger Kündigungen, rauher, frecher, bisweilen unverschämter Ton gegenüber den Bewohnern, Lästern in Personalkreisen über Bewohner mit dem Ziel der Beeinflussung anderer Mitarbeiter, langes Wartenlassen nach Klingeln und nicht selten Beschimpfungen der Bewohner.
Vor dem Haus prangt das „Kronenkreuz“ der Diakonie. Mein Whistleblower: Ich lehne mich gegen solche verbalen Misshandlungen auf und sage immer frecher meineMeinung zu den Arbeitskollegen. Aber glaub mir: Ich halte das nicht mehr aus. Ich kann das nicht ertragen. Auch ich werde bald kündigen.
In anderen Heimen in kirchlicher Trägerschaft ist es oft wenig anders. Und in einigen mir bekannten Einrichtungen wird auch schon mal zugelangt. Beweise fehlen.
Ich werde am Ball bleiben und immer mal berichten.
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