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BeB feiert Stiftung für behinderte Heimopfer - Besteht Anlass dazu?

Posted on June 24 2016

Bundesverband evangelische Behindertenhilfe begrüßt Errichtung der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“

18. Juni 2016
Anerkennung und Unterstützung für ehemalige Heimkinder mit Behinderung oder psychischer Erkrankung wichtig und überfällig ... (Bitte Link in den Browser einfügen):

http://beb-ev.de/inhalt/bundesverband-evangelische-behindertenhilfe-begruesst-errichtung-der-stiftung-anerkennung-und-hilfe/

Die “Freie Arbeitsgruppe JHH 2006” hat kritisch nachgefragt:

Sehr geehrter Herr Dr. Schneider,

unsere „Freie Arbeitsgruppe JHH 2006“, eine Gruppierung behinderter ehemaliger Heimkinder und ehemaliger Mitarbeiter/-innen, hat aufmerksam den Artikel auf Ihrer Plattform gelesen.

Es bleiben Fragen, um deren Beantwortung wir Sie bitten.

1. Sie schreiben: „Von dem 2012 eingerichteten Fonds Heimerziehung waren Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung ausgeschlossen, da dort nur ehemalige Heimkinder aus Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe antragsberechtigt waren. Der BeB hat sich gemeinsam mit der Diakonie Deutschland seit langem mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass diese Ungerechtigkeit korrigiert wird und Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung eine ähnliche Unterstützung erhalten.“
Zu Ihrem Engagement können wir keine Anhaltspunkte finden. Auf unserer HP www.gewalt-im-JHH.de hätten wir entsprechende Aktivitäten Ihres Verbandes sofort veröffentlicht.

(Bitte Link in den Browser einfügen):

http://www.gewalt-im-jhh.de/hp3/Wiedergutmachung_durch_Staat__/Bundesverband_evangelische_Behindertenhilfe_220616.pdf


Der Bundesverband hat per E-Mail am 23. Juni 2016, sehr rasch auf die Nachfrage, geantwortet:

Sehr geehrter Herr Jacob,

anbei übersende ich Ihnen wie gewünscht „Belege“ für das Engagement des BeB, und zwar eine Pressemitteilung vom 18.03.2010, die wir vor dem Hintergrund der Geschehnisse im Johanna-Helenen-Heim der Evangelischen Stiftung Volmarstein verschickt haben, sowie eine gemeinsam mit der Diakonie Deutschland am 24.11.2014 versandte Pressemitteilung, in der wir uns sehr deutlich für das gleiche Recht auf Anerkennung für Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung, die als Kinder und Jugendliche in Heimen Unrecht und Leid erfahren haben, eingesetzt haben.Welche Belege gibt es denn für das „Störfeuer“ seitens der Kirchen?

Was Ihre anderen Fragen betrifft, wird die gemeinsame Arbeitsgruppe Bund, Ländern und Kirchen beim BMAS am 15. Juli erneut tagen und die genauen Regelungen der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ beschließen.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Schneider

Angefügt wurden zwei Pressemitteilungen, aus denen die Aktivitäten des BeB ersichtlich sind:

(Bitte nachfolgende Links in den Browser einfügen):

http://www.gewalt-im-jhh.de/hp3/Wiedergutmachung_durch_Staat__/BeB_PresseMitteilung_BeB_16.03.10.pdf

http://www.gewalt-im-jhh.de/hp3/Wiedergutmachung_durch_Staat__/BeB-Pressemitteilung_Heimkinderfonds_2_24112014.pdf

Wer den Vorgang ohne die Links zu kopieren lesen möchte, gehe auf:

Comment on this post

dierk schäfer 06/25/2016 09:50

Das ist leider alles ziemlich verschachtelt. Hervorzuheben ist, dass der Volmarsteiner Gruppe geantwortet wurde – ich habe auf meine differenzierten Fragen bisher keine Antwort erhalten [ dierkschaefer.wordpress.com/2016/06/18/bundesverband-evangelische-behindertenhilfe-begruesst-errichtung-der-stiftung-anerkennung-und-hilfe/ ].Vielleicht knobelt man noch, vielleicht bin ich aber für den kirchlichen Bereich inzwischen eine persona non grata, daran knobele ich noch herum.
Die Rückfrage nach den Belegen »für das „Störfeuer“ seitens der Kirchen« ist allzu berechtigt, eröffnet aber eine andere Frage: Da die Behauptung, die Kirchen hätten gebremst, öffentlich erhoben wurde, - warum wehren sich die Kirchen nicht sicht- und hörbar gegen solche Art von „Church-Bashing“. Sind sie durch die Heimkinderdebatte gelähmt? Das wäre verständlich, haben sie sich doch im Gefolge der Ländervertreter gern deren finanziellen Interessen angepasst, die ja auch die ihren waren. Das war bei der Vorstellung des Zwischenberichts des Runden Tisches deutlich sichtbar.
Man kann seine Unschuld mehrfach verlieren, damals in den Werken mildtätiger christlicher Liebe, dann am Runden Tisch beim großen Betrug an den ehemaligen Heimkindern – und wie steht es heute? Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen! Die Kirchen haben straflich vernachlässigt, trotz aller Eigenschuld in aller Demut die Mitschuld der staatlichen Vorgaben zu betonen. Auch heute schnüren die staatlichen Akteure die Sozialpakete, an die sich die kirchlichen Einrichtungen anpassen müssen.
Es wird Zeit, dass die Kirchen sich aus der staatlichen Umklammerung befreien und sich als das sozialere Kontrastprogramm erweisen. Das allerdings kostet Eigenmittel über die staatlichen Finanzierungen hinaus.