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Dirk Bergen kämpft gegen die Endlagerung im Altenheim – Stadt droht mit Abschiebung

Posted on November 23 2016

Dirk Bergen ist schwerstbehindert und auf Assistenz rund um die Uhr angewiesen. Diese Assistenz hat er sich mühsam erkämpft. Nun sollen ihm die finanziellen Mittel dafür gestrichen werden. Ihm droht das Altersheim, das für die Stadtverwaltung billiger ist.

Bergen kennt Heimleben und weiß, wie dort die Würde der Menschen mit Füßen getreten wird. Noch einmal möchte er nicht in die Hölle. Außerdem wünscht er sich das, was heute überall propagiert wird: Inklusion und Teilhabe. Im Altenheim werden diese Begriffe nicht umgesetzt.

Die Stadt Freiburg ist unerbittlich. Die zuständige Sozialbehörde rechnet ihm vor, dass seine Assistenz monatlich 15.000 € und ein Heimplatz weniger als die Hälfte kostet. Einen Abschiebungstermin haben sie ihm bereits genannt; doch Bergen hat protestiert. Mit ihm wahrscheinlich etliche seiner Freunde. Jetzt hat man ihm ein zweites Ultimatum gestellt: 28. Februar 2017. Bis dahin soll er raus aus seiner Wohnung, hinein ins Endlager.

Man fragt sich, ob in den Rathäusern noch Menschen arbeiten, die Herz und Gefühl besitzen. Solche, die sich selbst einmal die Frage stellen: Will ich eines Tages so unwürdig meinen Lebensabend verbringen? Fernab vom prallen Lebens und gepflegt von unterbezahlten Kräften, die längst die innere Kündigung vollzogen haben? Wo bitteschön soll Motivation herkommen bei Mindestlöhnen, mit denen kein Mensch würdig leben kann? So melden sich in solchen Personalabteilungen oft auch jene, die gestrandet sind, keine andere Arbeit mehr finden und die wissen, dass in den Alten- und Pflegeheimen permanente Personalnot herrscht.

Die Vertreter der Sozialbehörden haben verlernt, den Artikel 1 des Grundgesetzes zu deuten: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Auch scheren sie sich einen Dreck um die Behindertenrechtskonventionen der EU. Wir alle sind aufgerufen, diese Verwaltungsroboter auf ihr Versagen hinzuweisen. Wenn Sie Dirk Bergen vor der Abschiebung schützen wollen,

schreiben Sie an:

Oberbürgermeister der Stadt Freiburg

Dr. Dieter Salomon

Rathausplatz 2-4

79098 Freiburg

oder direkt über E-Mail:

buergerberatung@stadt.freiburg.de

Jetzt sind Sie gefordert!

Herzlichen Dank!

Helmut Jacob

http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/34995/Dirk-Bergen-kämpft-um-seine-Selbstbestimmung.htm

und

http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/34996/Immer-weniger-Essen-bis-der-Tod-eintritt.htm

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