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Der lange Leidensweg der Lisa P. - Lisa braucht Ihre Hilfe!

Posted on September 11 2017

Lisa P. sitzt seit frühester Kindheit im Rollstuhl, was sie allerdings nicht davon abgehalten hat, ein langes und erfülltes Leben zu führen. Für die mittlerweile 84-jährige begann vor 2 ½ Jahren allerdings eine Tortur: Der vergebliche Kampf mit dem Sozialamt der Stadt Wetter (Ruhr).

Durch einen Sturz aus ihrem Rollstuhl brach sie sich beide Füße. Nach einer Falschbehandlung im Krankenhaus und langem hin und her musste eines ihrer Beine amputiert werden. Schon da stellte sie mithilfe eines Freundes den ersten Antrag auf Behindertenassistenz bei der Stadt. Sie konnte nicht mehr alleine ins Auto ein- und aussteigen und viele andere Dinge fielen ihr nicht mehr so leicht wie vorher. Ein erstes Stück ihrer vorherigen Lebensqualität ging verloren und keiner bei der Stadt half ihr, diese zurückzugewinnen.

Sie ließ sich zunächst nicht unterkriegen. Bald darauf diagnostizierte man im Krankenhaus einen Hirntumor, an dem sie zweimal operiert werden musste. Die Folgen waren weitere erhebliche Einschränkungen ihrer Motorik und zusätzlich epileptische Anfälle, die sie wieder und wieder ohne Vorwarnung überkommen. Vorbei war es mit dem eigenen Zubereiten ihrer Mahlzeiten, dem Bedienen des Telefons und damit ihrer Verbindung zur „Außenwelt“. Immer eingeschränkter wurde ihr Lebensinhalt und Lebensraum. Auch ihren Rollstuhl kann sie nicht mehr alleine steuern.

Sicherlich, sie hat das Glück, dass ihre liebe Schwester Lotte ihr nicht von der Seite weicht und stets versucht, für sie da zu sein. Allerdings ist diese selbst schwerkrank und mit 82 Jahren nicht in der Lage, ihre Schwester zu pflegen und zu versorgen. Lotte selbst hat Krebs, einen Bandscheibenvorfall, stark schwankende Blutdruckwerte, Vorhofflimmern und leidet unter Erschöpfung. Trotz Kenntnis darüber scheint dies das Sozialamt nicht weiter zu stören. Lotte hat das Gefühl, ausgebeutet zu werden. Nach ihrer Meinung erwartet das Sozialamt von ihr, rund um die Uhr für ihre Schwester da zu sein. Es bleibt also nur die Möglichkeit einer externen Hilfe.

Bei Lisa kommt zu allem Übel noch ein hühnereigroßes Geschwür in ihrem Magen hinzu, welches ihr nicht mehr erlaubt, in notwendigen Mengen zu essen.

Ihre Lebensqualität ist dahin. Zwar hat sie dank der Krankenkasse einen Pflegedienst, der mehrmals am Tag vorbeikommt. Dieser ist allerdings zur Pflege da, nicht, um mit ihr Ausflüge zu machen, einkaufen zu gehen, mit der Umwelt zu kommunizieren oder einfach mal den Fernseher einzuschalten. Für all dies und noch viel mehr wäre eine Behindertenassistenz nötig. Immer wieder innerhalb der letzten 2 ½ Jahre setzte sich Lisa P. mit dem Sozialamt Wetter auseinander, hoffte darauf, im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Allerdings stellt sich das Sozialamt stur. Sie wollen nicht helfen – so scheint es.

Lisa P. hat mittlerweile resigniert. Ihr schlechter gesundheitlicher Zustand und der aussichtslose Kampf mit der Stadt Wetter führte dazu, dass sie nichts weiter mehr will, als zu sterben. Aber selbst das kann sie wohl nicht in Ruhe. Sie wird ambulant palliativ versorgt (auch eine Leistung der Krankenkasse) und hat ärztlich attestiert bekommen, dass eine „Rund-um-die-Uhr“-Betreuung notwendig ist. Selbst dies scheint kein ausreichendes Argument für eine Behindertenassistenz zu sein; zumindest nicht in den Augen der Stadt Wetter. Ein ruhiger, „sorgloser“ Tod, ein einfaches Gehen in ihrem Zuhause, so wie sie es will, scheint ihr nicht vergönnt. Lisa P. kann nie wissen, ob sie evtentuell nachts erstickt, weil sie sich verschluckt und niemand da ist, der ihr helfen kann. Denn alleine kann sie es nicht.

Ein letzter Weg ist der über die sozialen Medien. Lisa P. will mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit. Vielleicht wird der Druck auf das Sozialamt so groß, dass es ihr noch rechtzeitig hilft. Und falls nicht, vielleicht denjenigen, denen es heute und zukünftig ähnlich geht wie ihr.

Lisa P. und Lotte S. bitten alle Leser:

Verbreitet unser Schicksal in den sozialen Medien! Twittert wiederholt, macht öffentliche Einträge bei Facebook und überall dort, wo die Möglichkeit besteht.

Einige Links zu bereits veröffentlichten Berichten über ihren Leidensweg:

http://jacobsmeinung.over-blog.com/2017/09/lisa-p.will-sterben-sozialamt-wetter-verweigert-immer-noch-behindertenassistenz.html
und
http://jacobsmeinung.over-blog.com/2017/09/beutet-sozialamt-wetter-lotte-s.schwester-von-lisa-p.aus.html

Marina A. und Helmut Jacob

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